Editorial des Ärzteblattes Sachsen-Anhalt
Prof. Hermann-Josef Rothkötter
(Foto: Pressestelle Medizinische Fakultät Magdeburg)
Jetzt ist das Neue Jahr 2026 schon einige Wochen alt. Glück, Gesundheit und Erfolg haben wir uns gegenseitig in den letzten Wochen gewünscht. Und ich habe große Nachdenklichkeit im Blick auf die gesellschaftlichen Entwicklungen wahrgenommen. Für die Ärztekammer Sachsen-Anhalt findet im März die Wahl zur Kammerversammlung statt. Unsere Selbstverwaltung lebt wesentlich vom ehrenamtlichen Engagement für die Ärzteschaft – neben der ärztlichen Tätigkeit in Praxen, in den Kliniken, in der Wissenschaft und im öffentlichen Gesundheitswesen. Dieser Einsatz lohnt sich, wir haben in den letzten Jahren mehr Einfluss auf die Landespolitik gewonnen – u. a. im Rahmen des Gesundheitskabinetts.
Für das Bundesland Sachsen-Anhalt sind die Wahlen zum Landtag im September richtungsweisend. Vor über 40 Jahren war ich bei einer Klassenfahrt zum ersten Mal im Reichstag in Berlin. Dort war 1971 vom Bundestag die spektakuläre Ausstellung „Fragen an die Deutsche Geschichte“ eröffnet worden. Für mich – damals am Ende der 10. Schulklasse – wurde es während der Führung durch die Ausstellung völlig klar, dass Wahlen und die repräsentative Demokratie ein Weg für die Beteiligung der Menschen an der Macht sind. Eine Alternative dazu habe ich nie gefunden.
Jetzt ist das Neue Jahr 2026 schon einige Wochen alt. Glück, Gesundheit und Erfolg haben wir uns gegenseitig in den letzten Wochen gewünscht. Und ich habe große Nachdenklichkeit im Blick auf die gesellschaftlichen Entwicklungen wahrgenommen. Für die Ärztekammer Sachsen-Anhalt findet im März die Wahl zur Kammerversammlung statt. Unsere Selbstverwaltung lebt wesentlich vom ehrenamtlichen Engagement für die Ärzteschaft – neben der ärztlichen Tätigkeit in Praxen, in den Kliniken, in der Wissenschaft und im öffentlichen Gesundheitswesen. Dieser Einsatz lohnt sich, wir haben in den letzten Jahren mehr Einfluss auf die Landespolitik gewonnen – u. a. im Rahmen des Gesundheitskabinetts.
Alle aktuellen Beiträge aus der Medizin und Mitteilungen der Ärztekammer Sachsen-Anhalt.
Das Pankreaskarzinom zählt zu den Tumorentitäten mit weiterhin steigender Inzidenz weltweit. Trotz erheblicher Fortschritte in Diagnostik und Therapie ist die Prognose nach wie vor schlecht. Im Jahr 2020 entfielen etwa 2,6 % aller neu diagnostizierten Krebserkrankungen und 4,7 % aller Krebstodesfälle auf das Pankreaskarzinom, womit es zu den sieben häufigsten tumorbedingten Todesursachen zählt (1). Die 5-Jahres-Überlebensrate beträgt insgesamt weiterhin lediglich rund 9 % (2). Eine wesentliche Herausforderung liegt in der späten Diagnosestellung. Unspezifische Frühsymptome, die frühe perineurale und venöse und arterielle Infiltration sowie die rasche Entwicklung metastatischer Herde führen dazu, dass die Mehrzahl der Tumoren erst in fortgeschrittenen Stadien entdeckt wird (3).
Das Pankreaskarzinom zählt zu den Tumorentitäten mit weiterhin steigender Inzidenz weltweit. Trotz erheblicher Fortschritte in Diagnostik und Therapie ist die Prognose nach wie vor schlecht. Im Jahr 2020 entfielen etwa 2,6 % aller neu diagnostizierten Krebserkrankungen und 4,7 % aller Krebstodesfälle auf das Pankreaskarzinom, womit es zu den sieben häufigsten tumorbedingten Todesursachen zählt (1). Die 5-Jahres-Überlebensrate beträgt insgesamt weiterhin lediglich rund 9 % (2). Eine wesentliche Herausforderung liegt in der späten Diagnosestellung. Unspezifische Frühsymptome, die frühe perineurale und venöse und arterielle Infiltration sowie die rasche Entwicklung metastatischer Herde führen dazu, dass die Mehrzahl der Tumoren erst in fortgeschrittenen Stadien entdeckt wird (3).
Repräsentative Kasuistik
Ein 15-jähriger Jugendlicher kommt alle drei Wochen auf die Tagesstation des Universitätsklinikums Halle (Saale), um eine Bluttransfusion zu erhalten. Er hat eine homozygote Beta-Thalassämie. Trotz täglicher Einnahme eines Eisenchelatbildners sind – ohne zusätzliche Maßnahmen – eine Eisenüberladung und, damit verbunden, Leberfunktionsstörungen, eine Herzinsuffizienz und endokrine Ausfälle im jungen bis mittleren Erwachsenenalter vorprogrammiert. Der Junge hat kein HLA-identisches, gesundes Geschwister, aber die Fremdspendersuche identifiziert eine/n an 10 von 10 HLA-Genorten passende/n Fremdspender/in.
Die Prävalenz der PAVK entspricht einer Volkskrankheit, wie in der Get-ABI-Studie gezeigt werden konnte (1). Die Häufigkeit lag in dieser Studie bei den > 65-Jährigen zwischen 11,5 % bei den Frauen und 20,9 % bei den Männern. Patienten mit einem ABI < 0,9 wurden als PAVK-Patienten klassifiziert, von denen viele noch asymptomatisch waren. Auch diese hatten jedoch ein signifikantes erhöhtes Risiko für schwerwiegende vaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkte und Schlaganfälle (2). PAVK-Patienten sind häufig Patienten mit polyvaskulären Erkrankungen. Bei der Post-hoc-Analyse der CAPRIE-Studie hatten 11,8 % aller Patienten sowohl eine PAVK als auch eine KHK (3)(4).
In regelmäßiger Folge möchte der Ausschuss Qualitätssicherung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt im Ärzteblatt Sachsen-Anhalt auf sicherheitsrelevante Ereignisse hinweisen, die dem interprofessionellen und interdisziplinären Lernen dienen.
Der berichtete Fall „Übernahme der Medikation bei unklarer Indikationslage“ wurde dem Netzwerk CIRS Berlin als regionalem Berichts- und Lernsystem für Berliner und Brandenburger Krankenhäuser zur Verfügung gestellt und dort vom Anwenderforum als Fall des Monats 10/2024 eingestuft.
Durch die vermehrte Anwendung leistungsstarker bildgebender Verfahren mit sukzessive gesteigerter Auflösung wie der Computertomographie (CT) und insbesondere der Magnetresonanztomographie (MRT) werden zystische Veränderungen in der Bauchspeicheldrüse zunehmend häufiger entdeckt. In einer deutschen prospektiven, bevölkerungsbasierten Kohortenstudie aus der Region Pommern wurden 1.077 Teilnehmer mittels MRT und Magnetresonanz-Cholangiopankreatikographie (MRCP) untersucht. Die Studie zeigte eine Prävalenz von Pankreaszysten von 49,1 % in der Bevölkerung mit einem starken Zusammenhang mit dem Alter der Probandinnen und Probanden.
Die Neonatologie hat sich in den letzten 40 Jahren rasant entwickelt. Nach der Einführung von natürlichen Surfactant-Präparaten in die Therapie des neonatalen Atemnotsyndroms wurden zunehmend schonende Beatmungsstrategien in die klinische Routine implementiert. Es reifte die Erkenntnis, dass auch sehr kleine Frühgeborene nur mit non-invasiver Atemunterstützung gut den Schritt ins Leben finden können.