Schnellere Versorgung von Notfallpatienten: 

Nach der ersten Landung am 25. Juni 2018 (v. l.): Pilot Lucas Gädeke, Notfallsanitäter Torsten Böhm, Kaufmännische Direktorin Dr. Kerstin Stachel, Direktor der Unfallchirurgie Prof. Dr. Felix Walcher, Finanzminister André Schröder, Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann und Dr. Jan Hülsemann, Ärztlicher Direktor der Uniklinik
Foto: Sarah Koßmann

Das Universitätsklinikum Magdeburg hat Ende Juni einen neuen Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach des Hauptgebäudes (Haus 60a) in Betrieb genommen. Der Vorteil: Die Zentrale Notaufnahme, insbesondere der Schockraum und die OP-Bereiche sind nun vom Hubschrauberlandeplatz direkt per Aufzug zu erreichen. Ein Zwischentransport mit einem Rettungswagen vom bisherigen außerhalb des Geländes liegenden Hubschrauberlandeplatz entfällt.

Sachsen-Anhalts Finanzminister André Schröder betonte bei der offiziellen Inbetriebnahme am 25. Juni 2018: „Notfallpatienten können nun schneller medizinisch versorgt werden als bislang.“ Die Kosten in Höhe von rund fünf Millionen Euro hat das Land Sachsen-Anhalt getragen.


Prof. Dr. Felix Walcher, Direktor der Universitätsklinik für Unfallchirurgie, hob ebenfalls die Bedeutung des Faktors Zeit hervor: „Zeit spielt bei der Versorgung im Notfall eine dramatische Rolle. Wir schätzen, dass wir durch den neuen Landeplatz einen wertvollen Zeitvorteil von etwa 10 bis 15 Minuten gewinnen.“ Bei dem bisherigen Bodenlandeplatz mussten die Patienten in einen Rettungswagen umgelagert werden und wurden dann zur Zentralen Notaufnahme gefahren, die 600 Meter entfernt ist. Auch der Ärztliche Direktor des Uniklinikums, Dr. Jan L. Hülsemann, ging bei der Einweihung noch einmal auf die Dringlichkeit ein: „Die Errichtung des zentral gelegenen Landeplatzes war zwingend notwendig.“

Baulich wurden am Hauptgebäude in den vergangenen Monaten die Voraussetzungen geschaffen, dass hier Hubschrauber landen können. Unter anderem wurden 28 Stützen am Dach montiert, um die Plattforum sicher mit dem Gebäude zu verbinden. Entstanden ist ein Landedeck von 21 mal 21 Meter und bis zu fünf Tonnen maximaler Startgewicht. Im Zuge der Bauarbeiten wurde auch ein neuer Aufzug angebaut, der die sieben Ebenen des Gebäudes anfährt. Der neue Aufzug unterstützt auch die stark ausgelastete vorhandene Anlage und kann von Patienten und Gästen genutzt werden. In einem Notfall ist durch eine Vorrangschaltung sichergestellt, dass ausschließlich autorisiertes Personal befördert wird. Ebenso ist die Landeplattform nicht für Gäste und Patienten anfahrbar.

Sachsen-Anhalts Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann wies im Zusammenhang mit dem neuen Landeplatz darauf hin, dass diese Maßnahme nun der erste Baustein für das geplante moderne Herzzentrum des Uniklinikums Magdeburg sei: „Jetzt kommt es darauf an, auch für die anderen zwei Bauabschnitte – die Erweiterung der Zentralen Notaufnahme und den Neubau des eigentlichen Herzzentrums – schnellstmöglich alle Weichen zu stellen.“
Geplant und koordiniert wurde der Bau des neuen Hubschrauberlandeplatzes am Universitätsklinikum Magdeburg vom Landesbetrieb Bau- und Liegenschaftsmanagement Sachsen-Anhalt, der dem Ministerium der Finanzen zugeordnet ist.


| Pi UKM

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